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Haus Nummer 005 - Rustemeier - Osttorstraße 16

Hofnahme: Krengels, früher Münekes

Eigentümer: Bauer Heinrich Rustemeier und Maria, geb. Schäfers.

Heinrich Rustemeier, *05.06.1925 (Eltern: Bauer Anton Rustemeier und Maria, geb. Geilhorn), ∞29.05.1955 Maria Schäfers, *02.02.1926 (Eltern: Landwirt Heinrich Schäfers und Maria, geb. Hölscher, zu Eggeringhausen/Dörenhagen).

Anton Rustemeier, *11.06.1886 (Eltern: Bauer Anton Rustemeier, genannt Kaiserengelkes, und Agnes, geb. Disse), ∞23.11.1921. Maria Geilhorn, *11.08.1891. (Eltern: Bauer Heinrich Geilhorn und Maria, geb.Wittkopp, zu Ossendorf).

Anton Rustemeier, *23.02.1849 (Eltern: Ackerer [ohannes Rustemeier, Rüterberns, und Theresia, geb. Görmann), ∞15.04.1880 Agnes Disse, *22.01.1859 (Eltern: Ackerer Heinrich Disse und Agnes, geb. Schlichting). Vergleiche Nr. 6.

Anton Rustemeier kaufte um 1885 das Haus Nr. 113, das zwischen den beiden Grundstücken Heinemann (Kütinges) und Winkler (Paulsschusters) stand. Dieses Fachwerkhaus führte den Hofnamen "Kaiserengelkes", auch den weniger gebräuchlichen Namen "Päolöskers", weil der Kleinbauer (Osker) in diesem Hause am wasserreichen Gelände der "Kumbiecke" wohnte. Bis 1891 wirtschaftete Anton Rustemeier auf dem sehr beengten Hausgrundstück 113. Als Bauer Koch (Hautop) zum Henge ausgesiedelt war und dort 1890 einen neuen Hof erbaut hatte, erwarb Rustemeier das frei gewordene Hofgrundstück Nr. 27 (heute Kaplanei), auf dem ein stattliches Bauernhaus mit zweilukiger Deele stand. Beide Gebäude (113 und 27) fielen dem großen Brande vom 7. Mai 1895 zum Opfer. Rustemeier wohnte zunächst in dem alten Hofe Rustemeier Nr. 1.1.7 (auf dem Gelände der heutigen Post) und tauschte dann sein Trümmergrundstück Nr. 27 gegen die damalige Kaplanei und das heutige Hofgebäude Nr. 5. Auf dem Grundstück Nr. 27 wurde die Kaplanei gebaut, der Hausplatz Nr. 113 erlebte keine Wiederbebauung. Die Hausnummer ging ein.

Den heutigen Hof Rustemeier Nr. 5 hatte der fromme Ackersmann Johannes Josephus Striewe, *23.11.1792, †13.03.1868, laut Testament vom 30.05.1851 als Kaplanei gestiftet (vgl.: Kaplanei). Vererbt war ihm der Besitz von dem Ackerer Heinrich Lütkemeyer, genannt Müneke, mit Testament vom 28.08.1832.

Heinrich Lütkerneyer, *02.03.1765 (Eltern: Ackerer Johannes Henrikus Lütkemeyer und Angela Maria, geb. Rustemeyer). Er starb unverheiratet am 15.6.1840.

Johannes Henrikus Lütkerneyer, ~24.12.1739 (Eltern: Bernhardus Lütkemeyer und Anna Maria, geb. Paschen), ∞12.05.1764 Angela Maria Rustemeyer, ~04.10.1738, †24.11.1804 (Eltern: Meinolphus Rustemeyer und Elisabeth, geb. Sander).

Johannes Henrikus Lütkemeyer und Angela Maria, geb. Rustemeyer, erbauten das heutige Haus auf diesem Grundstück. Teile des alten Bauwerkes blieben erhalten, auch die große Toreinfahrt mit der Inschrift (in Großbuchstaben): "Wer auf Got fest vertravet hat auf rechten Grund gebavet. Henrichcus Lütkemeyer und Engelmaria Rustemeyer als Eleute dieses Hausz aufbaven lassen den 6. Januar anno 1768." Darunter: "Der Vatter davon Meinolphus Rustemeyer" (half beim Aufbau).

Der Hofname "Krengels" ist eine leider verschandelte Einkürzung des schönen alten Namens "Kaiserengelkes", der noch von dem früheren Hause 113 an der "Kumbiecke" stammt. Der alte Hofname für das Hofgrundstück Nr. 5 lautete "Münekes", wahrscheinlich verwandt mit dem Hofnamen "Minnekes". Er erinnert an eine ausgestorbene Familie, die sich Müneke schrieb. Um 1750 wird hier noch ein Ackermann namens Müneke erwähnt, der wohl Vorbesitzer der HofsteIle Nr. 5 war.

Erweitert und massiv ausgebaut wurde der Hof 1918, Stallung und Scheuer sind 1955 errichtet.



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